Fenster zwischen damals und heute

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Fenster zwischen damals und heute
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Ich suche kein vergangenes Leben.
Nur dich.

Das Mädchen,
das noch glaubte,
dass Erwachsene Antworten haben.
Dass Versprechen bleiben.
Dass Herzen nicht brechen.

Du lächelst mich an,
als wäre nichts geschehen.

Als lägen zwischen uns
nicht all die Jahre,
nicht all die Abschiede,
nicht all die Kämpfe,
die niemand sehen konnte.

Ich frage mich,
ob du mich erkennst.

Ob du stolz wärst
auf die Frau,
die so oft gefallen ist
und trotzdem wieder aufgestanden.

Du legst deine kleine Hand
gegen das Glas.

Ich meine fast zu spüren,
wie sie meine berührt.

Zwischen uns liegt nur ein Fenster.

Und doch
ein ganzes Leben.

Vielleicht schaust du mich gar nicht an,
weil du wissen willst,
wer ich geworden bin.

Vielleicht schaue ich dich an,
weil ich vergessen habe,
wer ich einmal war.

Und für einen einzigen Moment

trennen uns weder Jahre
noch Schmerz.

Nur eine Scheibe.

Und die Hoffnung,

dass wir beide
irgendwann wieder
dieselbe Person sein dürfen.