Zweifel

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Zweifel

Die Zweifel sitzen gerade mit im Koffer. Zwischen den Dingen, die ich einpacke, zwischen Abschiedsbriefen, zwischen all den letzten Malen.

Was, wenn ich es nicht schaffe? Was, wenn der Mut nur für heute reicht? Was, wenn ich ankomme. und mich trotzdem verloren fühle?

Die Entlassung klingt nach Freiheit, doch manchmal fühlt Freiheit sich an wie eine offene Tür, hinter der niemand wartet, der sagt:„Du kannst das.“

Und trotzdem gehe ich. Mit zitternden Händen. Mit einem Herzen, das gleichzeitig hofft und Angst hat.

Denn Zweifel bedeuten nicht, dass der Weg falsch ist. Manchmal bedeuten sie nur, dass etwas wirklich wichtig ist.

Ich verabschiede mich von Menschen, die mich getragen haben, während ich selbst kaum stehen konnte. Und jetzt soll ich plötzlich wieder mein eigenes Zuhause werden.

Das macht Angst.

Aber vielleicht muss Mut gar nicht heißen, keine Zweifel zu haben. Vielleicht bedeutet Mut einfach, den nächsten Schritt trotzdem zu gehen.

Mit allem, was noch unsicher ist. Mit allem, was noch heilt. Mit allem, was ich unterwegs. erst noch lernen werde.

Und vielleicht werde ich irgendwann zurückblicken und verstehen: Die Zweifel wollten mich nicht aufhalten. Sie wollten nur sicher sein, dass ich vorsichtig mit mir umgehe, wenn ich neu beginne.